Pellworm

Pellworm ist die mit einer Fläche 34,77 Quadratkilometern die drittgrößte nordfriesische Insel. Auf der Insel leben 1160 Menschen, das heißt, dass je 30 Einwohner pro Quadratkilometer leben. Die Insel besteht zum größten Teil aus dem Westteil der ehemaligen Insel Strand. Pellworm wurde 1634 bei der Burchardiflut zerstört. Die Insel ist durchschnittlich einen Meter unter dem Meeresspiegel, deshalb gibt es einen 8 Meter hohen und 25 Kilometer langen Deich. Auf der Insel gibt es keinen Sandstrand, dennoch gibt es mehrere abgesicherte Badestellen.

 

Geschichte der Insel

Die Geschichte von der Insel wurde von Landgewinnung, Sturmfluten und Deichbau geprägt. Bei den ersten Sturmfluten in den Jahren 1216 und 1230 sind mehrere zehntausend Menschen ums Leben gekommen. Im Jahr 1362 wurde der Hafenort Rungholt von einer Sturmflut zerstört.

Dadurch entstand die Insel Strand. Am 1. November 1436 wurden Pellworm und Nordstrand voneinander aufgrund der Allerheiligenflut getrennt. 1480 zerriss eine weitere Sturmflut die Insel in zwei Teile. Erst 70 Jahre danach waren Nordstrand und Pellworm erstmal wieder-vereinigt. Am 1. November  1436 wurden Pellworm und Nordstrand endgültig getrennt. Grund dafür war die Burchardiflut. Dabei ertranken auf Pellworm circa 1000 Menschen. Von 1635 bis 1637 wurden die wichtigsten Köge der Insel, Großer Koog, Alter Koog, Mittelster Koog, Kleiner Koog und Johann-Heimreich-Koog, unter wesentlicher Beteiligung holländischer Neusiedler wieder neu bedeicht. 1657, 1663, 1672 und 1687 gab es weitere Eindeichungen. Das Gebiet, in dem sich die Köge befinden, wird auch als Alt-Pellworm bezeichnet.

 

Sehenswürdigkeiten

Warften auf Pellworm

Warften sind künstlich aufgeschüttete Erdhügel, welche vor Sturmfluten schützen. Auf großen Warften wurden sogar Häuser und sogar ganze Dorfsiedlungen

errichtet. schon vor über 2000 Jahren wurden Warften errichtet. Vor allem wurden Warften an Orten errichtet, die unter dem Meeresspiegel liegen, weil diese von Sturmfluten stark bedroht sind. Auf Pellworm entstanden die ersten Warften im 11. Jahrhundert. Die Einwohner von Pellworm haben vor dem 11. Jahrhundert ihre Häuser ebenerdig gebaut. Bei ansteigenden Meeresspiegel und wiederkehrenden Überschwem-mungen durch Sturmfluten wurden diese Häuser immer mehr von der Nordsee bedroht.

 

Vogelkoje auf Pellworm

Im Nordwesten von Pellworm kann man auch Ruhe und Natur genießen. Außerdem gibt es dort eine Vogelkoje. Bei Vogelkojen handelt es sich ursprünglich um Entenfangeinrichtungen, um Enten für den frischen Verzehr und zur Pökelung zu fangen und bei dem ein künstlich angelegter Teich mit einem Netz überspannt wird. Gezähmte Enten dienten als Lockmittel, als die Enten in den Käfig geflogen sind, wurde ihnen der Hals umgedreht. Bereits im 16. Jahrhundert wurden Kojen in den Niederlanden verwendet.

Rungholt-Museum Bahnsen

Weiterhin gibt es seit den 80ern ist das Rungholt-Museum Bahnsen eine feste Einrichtung, die spannende Informationen über “Untergegangene Landschaften” auf Pellworm bietet. Den Namen hat das Museum wegen dem Ort Rungholt auf der ehemaligen Insel Strand, die 1634 bei der großen Sturmflut zerstört wurde. Rungholt wurde damals auch zerstört und liegt im heutigen Wattenmeer. Helmut Bahnsen hat das Museum nach seinen ersten Funden über verschwundene Siedlungen rund um die Insel aufgebaut.

 

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