Hiddensee – Rügens schöne Schwester

Lage Hiddensee

Die Insel Hiddensee liegt in der Ostsee westlich von Rügen. Zu der Gemeinde namens “Insel Hiddensee” gehören des weiteren noch die Inseln Fährinsel, Gänsewerder, Plathe und die Tedingsinsel. Die Hiddensee ist außerdem ein Teil des Nationalparks Vorpommersche Bodenlandschaft. In diesem Nationalpark ist sie die größte Insel. Die Länge der Insel beträgt ca 16,8 km, während sie ungefähr 3,8 km breit ist. Der Nordteil ist sehr hügelig und wird Dornbusch genannt. Das Zentrum heißt Dünenheide, hier findet man eine Heiden- und Dünenlandschaft. Gellen nennt man den nur wenige Meter hohen Südteil der Insel.

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Flora und Fauna

Dank den großen Neulandbildungen im Nordosten und Süden der Insel können dort unzählige wirbellose Tiere wie Würmer, Muscheln oder Käfer leben. Die große Auswahl an Nahrung ist der Grund dafür, dass sich dort extrem viele Zugvögel aufhalten. So gilt die Insel Hiddensee als einer der größten Brutstätten für Kraniche. Aus diesem Grund wurde die Südspitze sowie der Neue Bessin zur Schutzzone erklärt. Die beiden Naturschutzgebiete heißen NSG Dünenheide und NSG Dornbusch und Schwedenhagener Ufer.

Geschichte

  • Die Insel wurde das erste mal in der frühen Steinzeit besiedelt
  • 1168 nahmen die Slawen die Insel in Besitz, somit stand sie unter dänischer Herrschaft, etwas später wurde die Insel dem Kloster Neuenkamp vom Rügenfürsten Wizlaw II geschenkt.
  • Seit 1815 bis zum Ende des 2. Weltkriegs gehörte die Insel zu Preußen
  • 1835 wurde Hiddensee von dem Stralsunder Kloster zum Heiligen Geist erworben, kurz darauf wurden die ersten Schulen auf der Insel errichtet.
  • Zwischen 1864 und 1865 wurde die Insel Hiddensee dreimal von Sturmhochwasser heimgesucht. Dabei brach die Insel an einer dünnen Stelle auseinander und musste durch aufwendige Arbeiten wieder zusammengefügt werden. Auch heute noch droht die Insel auseinanderzubrechen, was nur durch mühsame Küstenschutzmaßnahmen verhindert werden kann

Insel Ostsee, Hiddensee, Meer

Gemeinden

Kloster

Namensgeber diese Ortsteils war das ehemalige Kloster Zisterzienser, welches von 1296 bis 1536 nahe des heutigen Hafens lag, jedoch mit der Reformation aufgelöst wurde. Heute gilt die das Kloster als kulturelles Zentrum von Hiddensee. In dem Kloster befindet sich unter anderem die “Vogelwarte Hiddensee” aus dem Jahr 1930

Grieben

Grieben ist das kleinste Dorf der Insel und zugleich auch das am nördlich gelegenste und kleinste Dorf der Insel. Der Name kommt aus dem slawischen und bedeutet soviel wie “Pilz”.

Vitte

Vitte ist der Hauptort und gleichzeitig der zentralste und größte Ort der Insel. Im Ort steht das Rathaus und auch die Gemeindeverwaltung. Der Name kommt ebenfalls aus dem slawischen von dem Wort “vit”. So wurden früher Fischmärkte bezeichnet. Des weiteren liegt hier der Fähranleger für Lastenfähren, welche die ganze Insel versorgen. Auch findet man hier das älteste Haus von Hiddensee, das sogenannte “Hexenhaus”, welches ehemals Adolf Reichwein als sein Sommerhaus benutzte.

Neuendorf

Ganz im Süden gelegen findet man den Ortsteil Neuendorf. Scherzhaft werden die Einwohner von Neuendorf von der anderen Bevölkerung der Insel “Süder” genannt. Neuendorf besteht aus einem älteren Teil, welcher vermutlich schon im 13. Jahrhundert erbaut wurde und einem Neueren, der um 1700 entstand. Wer sich weiter über Ostseeinseln informieren möchte, einmal hier klicken.